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Internet

Druckversion Einem Freund senden

Morden via Facebook

In Kolumbien verängstigt eine im sozialen Netzwerk Facebook veröffentlichte "Todesliste" das ganze Land. Drei der darauf verzeichneten Jugendlichen wurden schon ermordet [weiter lesen auf sueddeutsche.de]

Sieg oder Niederlage!

Die Bundesregierung verbucht das Nachgeben des US-Konzerns als Erfolg: "Das ist ein Ergebnis der Gespräche, die wir mit Google geführt haben", erklärten Innen- und Verbraucherministerium. Ein Sprecher Aigners betonte, man werde das laufende Widerspruchsverfahren weiterhin "aufmerksam beobachten".

Im Herbst wird Innenminister Thomas de Maizière (CDU) zum Spitzengespräch mit Google und Co. laden, danach soll ein Gesetzesentwurf zu den so genannten Geo-Datendiensten - zu denen Street View gehört - vorgelegt werden. CSU-Frau Aigner kündigte auf SPIEGEL ONLINE an, dass man in der Folge auch das Bundesdatenschutzgesetz "allgemein ans Internetzeitalter anpassen" werde. Ziel sei "eine vernünftige Balance finden zwischen neuen technischen Möglichkeiten, von denen auch viele Verbraucher profitieren, und dem Schutz der Privatsphäre des Einzelnen".

Das wird die eigentliche Bewährungsprobe der Regierung sein.

Klar ist: Viel erreicht hat die Politik bisher nicht. Man mag Google eine Fristverlängerung um vier Wochen abgetrotzt haben, doch neue Rahmenbedingungen für die neue Zeit sind damit noch lange nicht geschaffen [weiter lesen auf spiegel.de]

Kabinett googelt nach Lösung

In seine 23. Auflage, erschienen im Jahr 2004, nahm der Duden erstmals den Begriff "googeln" auf. Das Wörterbuch der deutschen Sprache erläuterte die Bedeutung mit "im Internet, besonders in Google suchen". Damals bot der Internetkonzern tatsächlich im Wesentlichen eine Suchmaschine für das Netz an, mittlerweile hat er seine Dienste erheblich ausgeweitet. Das jüngste Produkt der Firma heißt Google Street View, soll hierzulande Ende des Jahres verfügbar sein und flächendeckende Straßenansichten der 20 größten deutschen Städte online stellen.

Der Plan birgt datenschutzrechtliche Probleme, deshalb googelte am Mittwoch das Bundeskabinett nach einer Lösung – allerdings nicht streng nach Duden-Definition im Internet, sondern eher klassisch mittels des Austauschs von widerstreitenden Argumenten [weiter lesen auf welt.de]

Jeder sieht Dich!

Noch in diesem Jahr sollen Fotos von Straßen, Häusern, Landschaften, Passanten aus 20 großen deutschen Städten über den Dienst zu sehen sein, 360-Grad-Ansichten, die es auch schon von amerikanischen, französischen, britischen, italienischen, schweizerischen und niederländischen Städten gibt. Wieder ein typisches Google-Projekt. Aber dieses Mal ist alles anders: Nie zuvor musste sich Google solcher Kritik stellen.

"Es hat mich sehr überrascht", so sagt der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar, "am Donnerstag vergangener Woche zu erfahren, dass das Tool bereits ab Anfang nächster Woche freigeschaltet werden soll. Meine Bedenken, das komplexe Widerspruchsverfahren so kurzfristig in Gang zu setzen, wurden leider nicht berücksichtigt." Caspar muss sich immer wieder mit Google auseinandersetzen, da der Konzern in Hamburg seine Deutschland-Zentrale hat und er das Thema für seine Kollegen koordiniert. Er stört sich daran, dass das Widerspruchs-Tool kurzfristig eingeführt wird und der Beginn der Widerspruchsfrist in die Sommerferien fällt. Besonders kritisiert er, dass Google eine Telefon-Hotline für Nachfrager ablehnt [weiter lesen auf faz.net]

Offen oder doch geheim?

Während Google auf der einen Seite für das "offene Internet" kämpft

Die Branchengrößen Google und Verizon machen sich für die Beibehaltung der Verkehrsregeln im Internet stark. Kein Inhalteanbieter soll danach gegenüber einem anderen bevorzugt werden. Der Internetkonzern und der Telekomriese veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung zur sogenannten Netzneutralität. Die soll im besten Fall als Grundlage für eine Gesetzgebung in den USA dienen. [...]
Allerdings bauten die Konzerne zwei Hintertürchen ein: Zum einen wollen sie "zusätzliche Online-Dienste" von ihrem Aufruf ausgenommen wissen. Was das genau sein soll, ließen sie offen [weiter lesen auf zeit.de]

werden andererseits schnell Gerüchte um den geheimen Drohneneinsatz für Google Earth dementiert

Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" berichtet, Google teste offenbar den Einsatz von zivilen Drohnen mit Kameras. Als möglicher Lieferant wurde der deutsche Drohnenhersteller Microdrones in Siegen genannt [weiter lesen auf futurezone.orf.at]

Zuviel Macht!

Zu komplex, zu mächtig, zu erklärungsbedürftig – Google Wave konnte viel, wofür sich nur sehr wenige eine sinnvolle Verwendung vorstellen konnten. Der Konzern zieht nun die Konsequenzen und erklärt das Experiment für beendet. [...]
Google Wave sollte darstellen, was derzeit im Web möglich ist und langfristig das Echtzeit-Kommunikations- und Kollaborationswerkzeug der Zukunft werden. Es wurde als Mischung aus einer Kombination aus Facebook und einer fortgeschrittenen Version von E-Mail beschrieben [weiter lesen auf business.chip.de]

Duell oder Krieg?

Was dürfen öffentlich-rechtliche Sender im Web? Im Streit um die Online-Expansion verkeilen sich ARD und "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Über einen Kommentar beschwerte sich der ARD-Vorsitzende bei Frank Schirrmacher. Nun hat der "FAZ"-Herausgeber nach SPIEGEL-Informationen geantwortet - in scharfer Form. [...]

"Der Inhalt Ihres Schreibens hat mich nicht überrascht, weil es ja bereits einen Tag, bevor ich es erhielt, auf der Internetstartseite der ARD zu lesen war. Offenbar gehört das zu Ihrem Alltag", schreibt Schirrmacher. "So arbeiten wir allerdings nicht. Beschwerden über Redakteure mit der Absicht der Sanktionierung erreichen in der 'FAZ' auch dann nicht ihren Zweck, wenn sie über offene Briefe oder Rundfunkräte verbreitet werden."

Auslöser des Streits ist ein Gutachten von Hans-Jürgen Papier, ehemaliger Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Papier hatte im Auftrag der Gremienvorsitzendenkonferenz der ARD die öffentlich-rechtlichen Online-Auftritte untersucht - und den Anstalten einen Freibrief zur Entfaltung im Internet erteilt. Zudem werden journalistische Online-Angebote, auch wenn sie von Zeitungen stammen, grundsätzlich als Rundfunk eingestuft. In letzter Konsequenz bedeutet diese von der ARD verbreitete Rechtsauffassung, dass Zeitungen für ihre Online-Angebote Rundfunklizenzen beantragen müssten [weiter lesen auf spiegel.de]

Buch- versus Lesenation

Die Statistiken belegen keinen Niedergang der Schriftkultur. Und auch im Internet wird vor allem eines: gelesen. [...]
Das Internet ist die große Leerstelle in der zeitgenössischen Leseforschung. 72 Prozent der Deutschen sind mittlerweile online, 90 Prozent der Schulkinder haben, vorsichtig geschätzt, einen Computerzugang. Bei Jugendlichen, deren nachlassende Neigung zu Druckerzeugnissen so lebhaft beklagt wird, hat das Internet alle übrigen Freizeitbeschäftigungen auf hintere Plätze verdrängt. Und was, glauben die Lesepessimisten, machen die Nutzer im Internet? Sicherlich hören sie auch viel Musik und schauen Videos auf YouTube; aber vor allem anderen ist das Internet ein Lesemedium. Selbst die Begeisterung für das Gesehene und Gehörte schlägt sich augenblicks in – gelesenen und geschriebenen – Diskussionen nieder. Und all die Fanseiten, die sich mit der Fortdichtung von geliebten Fernsehserien, Romanen oder Kinderbüchern beschäftigen – in welchem Medium drücken sie ihren Enthusiasmus wohl aus? Im Medium der Schrift. Im Internet läuft, neben anderem, auch ein großer Transmissionsriemen, der unablässig Bilder und Töne in Texte übersetzt [weiter lesen auf zeit.de]

Infothek

Die digitale Diät

Rühle, Redakteur im Feuilleton der "Süddeutschen Zeitung", hat ein halbes Jahr ohne Internetzugang und Blackberry durchgehalten, Koch, der freiberuflich arbeitet, 40 Tage. Lebensverändernd hat die digitale Fastenkur weder bei dem einen noch dem anderen gewirkt [weiter lesen auf welt.de]

Kritik lockte die Nutzer

Das Internetnetzwerk Facebook hat einen neuen Rekord erreicht. Inzwischen sind 500 Millionen Menschen bei der Plattform angemeldet. Das teilte Facebook-Chef Mark Zuckerberg mit. Diese enorme Zahl hat das Unternehmen trotz der massiven Kritik an dem Netzwerk erreicht. So wird immer wieder vor dem gläsernen Internet-Nutzer gewarnt. Erst kürzlich hatten die Umbaupläne der Webseite bekannt gegeben und damit Kritik ausgelöst [weiter lesen auf rp-online.de]

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