Bücherverbrennung 1933 in Deutschland
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 in Deutschland wurde von verschiedenen NS-Parteigliederungen eine organisierte und systematisch vorbereitete Verfolgung jüdischer, marxistischer und pazifistischer Schriftsteller gestartet. Grundlage bildeten die Schwarzen Listen des Bibliothekars Wolfgang Herrmann.
Im Zuge dieser Verfolgungen und verbreiteter Propaganda kam es zu 93 Bücherverbrennungen, die von März bis Oktober 1933 in 70 Städten Deutschlands stattfanden. Dabei handelte es sich nicht - wie vielfach angenommen - um eine Kampagne des NS-Propagandaministeriums, sondern um eine von der Deutschen Studentenschaft in Zusammenarbeit mit der Hitlerjugend geplanten und durchgeführten Aktion ("Aktion wider den undeutschen Geist"). Diese erreichte am 10. Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz und in 21 anderen deutschen Städten ihren Höhepunkt in groß inszenierte öffentlichen Bücherverbrennungen bei denen zehntausende Werke verfemter Autoren von Zivilisten und NS-Organen ins Feuer geworfen wurden.







